Fleischerei in vierter Generation

Fleischerhandwerk mit familiärer Tradition

Urgroßvater Fleischermeister Ernst Welke, anno 1903
Urgroßvater Fleischermeister Ernst Welke, anno 1903

Die familiäre Tradition des Fleischerhandwerkes begründete schon der

Urgroßvater, der auf dem Foto rechts abgebildete Fleischermeister Ernst

Welke, im Jahre 1897 mit seiner am 07. April in Lüneburg vor dem

Deutschen Fleischer-Verband (DFV, gegründet 1875 in Gotha) bestand-

enen Prüfung und der Ernennung zum "Gesellen des Fleischergewerks".

Die erste nachweisliche Erwähnung datiert aber sogar schon aus dem 

Jahre 1894. Somit kann das Familienunternehmen Welke / Koch / Grönke 

auf eine lange Tradition und umfangreiche Erfahrungen verweisen.

1902 eröffnete der Fleischermeister Ernst Welke einen Fleischereibetrieb

mit Ladengeschäft im Berliner Wedding, in der Bernauer Straße 47 (Foto

rechts). Sogar die Zeit der Inflationsjahre von 1914 bis 1923 überstand der

Fleischereibetrieb von Ernst Welke. Durch den ersten Weltkrieg begründet,

begann mit dessen Ende im Jahre 1918, eine der radikalsten Geldentwert-

ungen die unsere Welt je gesehen hat. Die Kunden bezahlten mit Wäsche-

körben von Banknoten, zu einer Zeit in der die Tapete an der Wand mehr 

Wert war, als das Geld mit dem sie bezahlt wurde. 

Der Fleischereibetrieb hielt über diese bewegten und verlusstreichen Jahre

der Wirtschaftsdepressionen und Weltkriege bestand und wurde später,

unter Führung des jüngsten Sohnes Werner Welke bis zu Errichtung der

Berliner Mauer, im Jahre 1961 weiter geführt.

Anno 1921, Fleischerei Ernst Welke - Bernauer Straße
Anno 1921, Fleischerei Ernst Welke - Bernauer Straße

Durch den in unmittelbarer Nähe liegenden Verlauf der "Mauer" und die

tragischen Abgrenzungen von staatlicher Seite (DDR, 1949 - 1990), wurde

das beherbergende Gebäude in der Bernauer Str. 47 und einige in der
Peripherie liegende Gebäude abgerissen, der Betrieb endete hier vorläufig.

Fritz Koch, der Schwiegersohn von Ernst Welke und Großvater von Martin

Grönke, betrieb seinerseits anno 1938 eine Fleischerei in der Berliner

Prinzenstraße, Nähe Mortizplatz, die leider in Folge des II. Weltkrieges 

zerbombt und zerstört wurde. Ein Neubeginn erfolgte dann im Jahre 1955

 

im Prenzlauer Berg, Stargarder Straße 78.

30er Jahre, Fleischerei Koch & Dittmann wurde im Krieg ausgebombt
30er Jahre, Fleischerei Koch & Dittmann wurde im Krieg ausgebombt

Der Vater Kurt Grönke, geboren im Mai 1938 im Kreis Schlawe und
aufgewachsen inmitten der Kriegswirren des II. Weltkrieges, hatte wie
man sich nur unschwer vorstellen kann, keine einfache Kindheit und
Jugend und gelangte über ein Flüchtlingslager in Schleswig-Holstein und
einige andere Umwege und schwere Nachkriegsjahre nach Berlin wo er
ebenfalls im väterlichen Betrieb arbeitend, die Tochter aus der
traditionellen Fleischerfamilie Marianne Grönke (geb. Koch) kennen
und lieben lernte.

Nach einer glücklichen Hochzeit und der 1969 bestandenen Meister-

prüfung erblickte der Stammhalter, Sohn Martin im selben Jahr noch

 

das Licht der Welt. 

Anno 1958, Fleischermeister Fritz Koch  (Großvater)
Anno 1958, Fleischermeister Fritz Koch (Großvater)

1970 übernehmen Kurt Grönke & Marianne Grönke (geb. Koch) gemein-

sam den väterlichen Fleischereibetrieb von Fritz Koch in der Stargarder

Straße 78, Berlin und führten ihn erfolgreich bis zur Übergabe an ihren

gemeinsamen Sohn Fleischermeister Martin Grönke im Jahre 2002
weiter.

Turbulente Zeiten erlebte die Fleischerfamilie auch im Jahre 1989, zur

Zeit des Berliner Umbruchs und Mauerfalls, als sie die mahnwachenden

Bürger an der Gethsemanekirche mit reichlich Essen und Anderem
versorgten und so nicht auch noch Hunger aufkommen ließ. 

 

1964, Mutter Marianne Grönke beim  Verkauf an der Fleisch- & Wursttheke
1964, Mutter Marianne Grönke beim Verkauf an der Fleisch- & Wursttheke

Der nachbarschaftlich gelegenen Gethsemanegemeinde angehörend,

sprechen auch sie nicht nur von Nächstenliebe auf den regelmäßig statt-

findenden regimekritischen Demonstrationen. In dieser Zeit war die

Gethsemanegemeinde, ebenso wie viele andere Berliner Gemeinden,

Sammelpunkt für die Friedensbewegung der damaligen DDR und viele 

Oppositionelle. 

Seit 2004 befindet sich die Fleischerei & Partyservice Grönke nun in dem

wunderschönen Brandenburger Städtchen Hohen Neuendorf, am nörd-

lichen grünen Rand von Berlin. Hier führt der aktuelle Fleischermeister

Martin Grönke die Familientraditionen weiter.

1993 - Berlin, Stargarder Straße 78,  direkte Nähe zur Gethsemanekirche
1993 - Berlin, Stargarder Straße 78, direkte Nähe zur Gethsemanekirche

In Hohen Neuendorf produziert Fleischermeister Martin Grönke weiterhin
die auch überregional bekannten Produkte, wie zum Beispiel "Grönkes

Feine Teewurst" nach den alten überlieferten Rezepturen von Fritz Koch (Großvater).

Des Weiteren wird auch an der 1955 etablierten Tradition festgehalten und

jährlich zur Weihnachtszeit die beliebte "Schlesische Bratwurst" produziert.

Diese bei den vielen Brandenburger und Berliner Stammkunden sehr be-

liebte "Schlesische Bratwurst" ist zu den Feiertagen eine köstliche Ab-

wechslung und trotz Vorbestellungen immer sehr schnell vergriffen.

Unsere Chronik

  • 1894 - Erste nachweisliche Erwähnung des Fleischer-Lehrlings Ernst Welke (Urgroßvater)
  • 1902 - Gründung der Fleischerei Ernst Welke in Berlin-Wedding, Bernauerstraße 47
  • 1921 - Fleischereigeschäft des Urgroßvaters Ernst Welke in Berlin-Wedding, Bernauerstraße 47(Foto rechts)
  • 1931 - Fleischerei Koch & Dittmann (Foto rechts), Berlin, Prinzenstraße Nähe Moritzplatz
  • 1945 - Fleischerei Koch & Dittmann ist nach dem zweiten Weltkrieg zerbombt und zerstört
  • 1955 - Großvater Fleischermeister Fritz Koch eröffnet das Fleisch- & Wurstgeschäft in Berlin, Stargarder Ecke Greifenhagener Straße
  • 1964 - Mutter Marianne Grönke (geb.Koch, Foto rechts) beim Verkauf und Kundenservice im väterlichen Betrieb - Berlin, Stargarder Straße 78
  • 1969 - Meisterprüfung von Kurt Grönke (Vater)
  • 1970 - Kurt Grönke und Marianne Grönke (Mutter, geb.Koch) übernehemen gemeinsam den väterlichen Fleischereibetrieb in der Stargarder Straße 78
  • 1986 bis 1988 - Martin Grönke absolviert die Ausbildung zum Gesellen des Fleischerhandwerks
  • 1988 - Martin Grönke legt erfolgreich die Fleischer-Gesellenprüfung ab
  • 1992 - Martin Grönke legt vor der Handwerkskammer erfolgreich die Prüfung zum Fleischermeister ab
  • 1995 - Jubiläumsfeier zum 25jährigen Bestehen der Fleischerei Kurt Grönke und 40jähriges Betriebsjubiläum am Standort Berlin, Stargarder Straße 78 (Prenzlauer Berg) in direkte Nähe zur Gethsemanekirche
  • 2002 - Übergabe des Familienbetriebes Berlin, Stargarder Straße 78 an den Sohn und inzwischen seit 10 Jahren Fleischermeister Martin Grönke, der den Betrieb Traditionsbewußt im Sinne seiner Vorfahren weiterführt
  • 2004 - Übernahme der ehemaligen Fleischerei Kunkel durch den jetzigen Fleischermeister Martin Grönke in Hohen Neuendorf, Rudolf-Breitscheid-Straße 4
  • 2004 bis 2005 - Modernisierung und Erweiterung des Betriebes
  • 22.08.2006 - Eine vorläufige Webseite der Fleischerei geht online
  • 18.08.2009 - Relaunch der Internetseiten www.partyservice-groenke.de
  • 18.06.2014 - Jubiläumsfeier 10 Jahre Fleischerei & Partyservice Grönke in Hohen Neuendorf
1995 - Jubiläumsfeier zum 25jährigen Bestehen der Fleischerei Kurt Grönke im Kietz am Prenzlauer Berg
1995 - Jubiläumsfeier zum 25jährigen Bestehen der Fleischerei Kurt Grönke im Kietz am Prenzlauer Berg
1996 - Berlin, Stargarder Straße 78
1996 - Berlin, Stargarder Straße 78
Wolfgang Röseler - Fleischermeister, Mentor, Freund
Wolfgang Röseler - Fleischermeister, Mentor, Freund


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